Überraschender Lichtblick am Konjunkturhimmel des regionalen Handwerks

Auffallend ist, dass sich die Stimmung im Bauhaupt-, Ausbaugewerbe und im Handwerk des gewerblichen Bedarfs verbessert hat – das dürfte also beispielsweise Maurer, Zimmerer, Elektrotechniker, Metallbauer und Feinwerkmechaniker freuen.
Beruhigt zurücklegen dürfe sich die Politik deshalb aber nicht, mahnt Lamprecht. „Das Handwerk braucht Planungssicherheit und weniger Bürokratie. Dass dies auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger ist, zeigt beispielsweise die wieder aufgeflammte Diskussion ums Heizungsgesetz.“
Trotz besserer Stimmung auf dem Bau muss nicht mehr so oft lange gewartet werden, bis Maurer, Zimmerer, Dachdecker & Co. zu den Kundinnen und Kunden kommen. 39 Prozent der entsprechenden Betriebe haben zwar immer noch einen Auftragsbestand, der für mindestens zwölf Wochen reicht. Vor drei Monaten lag die Vergleichszahl aber bei 56 Prozent. Im Ausbaugewerbe – dazu zählen etwa Heizungsbauer, Maler und Fliesenleger – muss die Kundschaft etwas mehr Geduld haben als zuvor.
Gestiegen sind laut Umfrageergebnis die Einkaufspreise bei 76 Prozent der Befragten im Gesundheitsgewerbe. Zu diesem zählen etwa Augenoptiker, Zahntechniker und Hörakustiker. Erneut teurer wurde der Einkauf bei 60 Prozent im Bereich personenbezogene Dienstleistungen mit Friseuren, Kosmetikern und Schuhmachern, um auch hier exemplarisch einige Berufe zu nennen. In der Konsequenz gab es dort für die Kundinnen und Kunden auch Preiserhöhungen.
Mit Blick in die nahe Zukunft dominiert bei den Handwerksbetrieben in der Region immer noch der Optimismus: 33 Prozent der befragten Firmen gehen von einer verbesserten Geschäftslage aus. 55 Prozent erwarten, dass die Situation bleibt, wie sie ist. 12 Prozent sind pessimistisch.
Jeder zweite Betrieb rechnet mit steigenden Einkaufspeisen. Aber nicht jeder kann diese in vollem Umfang weitergeben: Im Vergleich rechnen nur 41 Prozent der Firmen mit erhöhten Verkaufspreisen.
14 Prozent der befragten Betriebe gehen von steigenden Investitionen aus, 23 Prozent von – gegenüber dem Vorquartal – sinkenden Investitionen.
Die Handwerkskammer Karlsruhe ist Partnerin von 20.600 Betrieben mit rund 115.000 Beschäftigten. Sie erzielten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 18,2 Milliarden Euro. Zum Kammerbezirk gehören die Stadt Karlsruhe und der Landkreis Karlsruhe, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis, der Landkreis Calw sowie die Stadt Baden-Baden und der Landkreis Rastatt.
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